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In Estland angekommen

Brück. Gestern (11.9.2018) sind wir nach 1.189 km Strecke in Estland angekommen und genießen den freien Grenzverkehr in der Europäischen Union. Es ist ein wunderbares Land mit einer schönen Landschaft. Wir fiebern jetzt dem internationalen Glockenläutetag am 21.9.18 (https://www.ekd.de/glockenlaeuten-friedenstag-34838.htm)  entgegen. Dort sollen alle Glocken Europas für den Frieden geläutet werden. Danach steht am 24.9.18 der Grenzübertritt nach Russland an.
Hinter uns liegen bewegte Tage in Lettland. Enorm viele Menschen empfingen uns. Wir redeten, beteten, aßen, tanzten und musizierten.

Volker Manz aus Berlin, der als Co-Pastor mitfährt, beschreibt eine eindrückliche Begegnung:
Müde, abgekämpft, durchgeschüttelt, aber auch hunrig und durstig erreichen wir am 9.9.18 unser Tagesziel. Wir kommen zu einer einsam gelegenen „Waldgaststätte“ und alles scheint wie immer: Ausspannen, Füttern, Essen und dann Schlafen. Aber dann höre ich Musik und uns empfängt eine lettische „Girlsband“ (Altersverteilung: Mädchen bis Uroma). Ich glaube zu träumen. Sofort renne ich zu meinem Rucksack und hole mein Tamburello heraus. Es hat es sich gelohnt meine Handtrommel mitzunehmen! Michél holt seine Perkussionslöffel und Bernd seine Ratsche. Die unterstützende Rythmusgruppe der Titanenfahrer ist komplett. Die „Girlsband“ spielt lettische Volkslieder. Alle singen, begleitet vom Akkordeon als Melodieinstrument sowie einer umfangreichen Rhytmusabteilung: Große Trommel, Holzwaschbrett, Klanghölzer und Geweihe als Klanghölzer. Ich bin total begeistert und sagte einfach nur noch: „Es ist mir eine Ehre, mit euch zu musizieren“.

Volker Manz aus Berlin, der als Co-Pastor mitfährt, beschreibt eine eindrückliche Begegnung:

Müde, abgekämpft, durchgeschüttelt, aber auch hunrig und durstig erreichen wir am 9.9.18 unser Tagesziel. Wir kommen zu einer einsam gelegenen „Waldgaststätte“ und alles scheint wie immer: Ausspannen, Füttern, Essen und dann Schlafen. Aber dann höre ich Musik und uns empfängt eine lettische „Girlsband“ (Altersverteilung: Mädchen bis Uroma). Ich glaube zu träumen. Sofort renne ich zu meinem Rucksack und hole mein Tamburello heraus. Es hat es sich gelohnt meine Handtrommel mitzunehmen! Michél holt seine Perkussionslöffel und Bernd seine Ratsche. Die unterstützende Rythmusgruppe der Titanenfahrer ist komplett. Die „Girlsband“ spielt lettische Volkslieder. Alle singen, begleitet vom Akkordeon als Melodieinstrument sowie einer umfangreichen Rhytmusabteilung: Große Trommel, Holzwaschbrett, Klanghölzer und Geweihe als Klanghölzer. Ich bin total begeistert und sagte einfach nur noch: „Es ist mir eine Ehre, mit euch zu musizieren“.

Bald kamen einige Titanenfahrer hinzu und schließlich wurde getanzt, die Kapelle wurde verkleinert und Jung und Alt tanzt Polka. Nach anstrengenden Rund- und Paartänzen, bei den besonders Frank „glänzte“, ging es dann zu einer fröhlichen Runde zur Gaststätte, wo wir beim Bier diese gelungene „musikalische Verbindung“ ausklingen ließen.
Wichtig über den Tag hinaus sind für mich die Worte von Arta, der Leiterin der Musikgruppe, die sie uns mit auf den Weg gab: „Ihr seid sehr gute Menschen, wir haben getanzt, gelacht, gesungen, es war fröhlich und gut. Besser kann man Frieden nicht rüberbringen.“
So haben sie sich unserem Treck mit eigenen Pferdewagen angeschlossen und ein Stück begleitet.
(Herzlichen Dank an Frank G. für die gute „Übersetzungsarbeit“.)

Versonnen denkt Volker Manz aber auch an den Tross des Trecks, wenn er weiterschreibt: Nein, es geht heute nicht um Mulis oder Kaltblüter, die treu und stark unsere Wagen ziehen. Die Titanen Tour wäre unmöglich, wenn nicht drei Fahrzeuge den Treck begleiten würden! Groß und mit Überblick fahren die Traktoristen zumeist am Schluss, mit dem Trailer und dem Futterwagen hinten angehängt. Ohne den Fendt Traktor gibt es weder Futter noch Wasser für die Pferde. Aber nicht nur die Pferde brauchen etwas zum Fressen, wir Menschen werden von Bernd versorgt. Bernd fährt einen echten Oldtimer, ein Land Rover Defender wie ich ihn nur von afrikanischen Pisten kenne. Der Land Rover, von einigen liebevoll „Eisenschwein“ genannt, zieht den Verpflegungswagen. Getränke und Essen werden meist sehnsüchtig von allen erwartet. Aber es gilt der Grundsatz: „Erst die Pferde, dann die Mannschaft.“ Falls der Verpflegungswagen abgeschlossen ist, gibt es lange Gesichter. Dann gibt es keine Selbstbedienung.
An der Spitze des Zuges fährt Friedbert. Er ist unser Tourleiter und Meister im langsamen Fahren. Wir bewegen uns 5 oder 6 km/Std. vorwärts. Für einen deutschen Autofahrer eine echte Herausforderung. Friedbert kennt aber nicht nur die Strecke ganz genau. Er ruft uns zum Start „auf gehts“ zu und gibt das Kommando „Pause, Ausspannen“. Ohne diese treuen Begleiter würden wir keinen Tag vorankommen, vielen Dank an alle!
Ja, und vergessen habe ich natürlich nicht die Polizeiautos, die den Treck begleiten, noch unsern VW-Kleinbus, doch darüber ein andermal mehr. H. Kautz

Blickpunkt, 12.09.2018

Letten machen sich mit auf den Weg. Foto: privat

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