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SZTUMSKIE POLE (Ziel) - Polen

Notizen vom Kutschbock und aus dem Führungsfahrzeug - Online-Reisebericht der abenteuerlichen Titanen-Tour 2018 von Brück bis Weliki Nowgorod

 

2300 Kilometer dokumentiert von Tour-Koordinator Friedbert Enders

22. Tag, 8. August, WIEGLOWIE - SZTUMSKIE POLE

Die heutige Etappe hatte außer der beachtlichen Strecke von 36 Kilometern auf gut befahrenen Straßen und der Weichselüberquerung  auch einen  kulturgeschichtlichen Höhepunkt für uns parat: den Besuch der Burg Malbork / Marienburg.

Die Marienburg  (Zamek w Malborku) ist eine im 13. Jahrhundert erbaute mittelalterliche Ordensburg des Deutschen Ordens. Sie liegt am Fluss Nogat, einem Mündungsarm der Weichsel.

Um diese große Tour mit Kultureinlage gut  und ohne Hast zu bewältigen, frühstückten wir bereits um 05.45 Uhr und um 07.20 Uhr klingelte unsere Friedensglocke schon zum Zeichen, dass sich der Treck in Bewegung gesetzt hatte.

Die polnische Polizei war sehr freundlich und entgegenkommend uns gegenüber. Die Zusammenarbeit mit vier  unterschiedlichen Bereichen hat sehr gut geklappt auf der großen Straße 22,  die zeitweilig  sechsspurig verlief. Wir erreichten die imposante Marienburg. Von 1309 bis 1454 war sie  Sitz der Hochmeister des Ordens im Deutschordensstaat.   Danach gehörte sie mit kurzen Unterbrechungen von 1457 bis 1772 zu Polnisch-Preußen, einer Provinz des polnischen Königreiches und diente als Residenzort polnischer Könige. Zeitweise befand sich die Burg in dieser Zeit auch unter schwedischer Kontrolle. Nach der Teilung Polens kam die Burg 1772 zum Königreich Preußen und nach dem Zweiten Weltkrieg zu Polen. Die weiträumige Burganlage ist der größte Backsteinbau Europas. Das UNESCO-Weltkulturerbe beherbergt mehrere Ausstellungen.

Slawek,  unser polnischer Mitfahrer und Dolmetscher hatte neben der reibungslosen Zusammenarbeit mit der Polizei auch eine Möglichkeit organisiert,  auf einem Nebenhof der Burg  unsere Wagen abzustellen und jedem Teilnehmer einen kostenlosen Besuch ermöglicht.  Die zwei  Stunden Pause vergingen wie im Fluge und mit neuen Eindrücken und Erlebnissen konnten wir unsere Reise fortsetzen.

Was folgte,  war ein mittleres Verkehrschaos, denn der Rückstau hinter den Kolonnen war selbst in den Google Verkehrsmeldungen mit vier bis fünf Kilometern angezeigt. Ob Astro-Alex aus dem Weltall nicht nur vertrocknete Landstriche in Deutschland  sondern auch in Polen unsere Kolonne und den Stau dahinter beobachten konnte?

In der Stajnja Iskra waren wie sehr gut untergebracht und wurden bestens verpflegt. Dieses Quartier erwies sich auch als die teuerste Station in Polen. 

Wer die "Titanen on Tour" auf ihrem langen Weg bis Weliki Nowgorod unterstützen und seine Verbundenheit zu dieser friedensstiftenden Aktion bekunden möchte, kann dies mit einer Spende tun: 

Kaltblut Zucht- und Sportverein Brück e.V.
DE88120300001020655732 (DKB Potsdam)
Verwendungszeck: On Tour

Vielen Dank!

bei Marienburg